Besonders Sarah hat er es angetan, sie fühlt sich sogar zu ihm hingezogen. Ihre Freundin hingegen wird bei all seinen Fähigkeiten hellhörig und erhofft sich durch ihn in ihrer Forschung nach einem künstlerischen Mittel gegen Alzheimer einen Durchbruch zu erzielen. Doch nicht nur die beiden interessieren sich für ihn, sondern auch ein Sprayer, der die Schule abgebrochen hat, und sogar die Polizei, die aufgrund seiner in der Öffentlichkeit verteilten Kunstwerke eine Gefahr in ihm vermutet. Wer kommt diesem mysteriösen Mann, den alle den Phönix nennen, auf die Spur?
Die Haupthandlung ereignet sich im Sommer 2016 in Montréal. Es gibt aber zahlreiche Nebenschauplätze zu verschiedenen Zeiten, die die Autorin in ihre Geschichte einstreut. So fügt sich Kapitel für Kapitel die Geschichte desjenigen zusammen, der sich nur schwer greifen lässt.
La traque du Phénix ist Marie-Anne Legaults zweiter Roman, der nicht nur eine berührende Geschichte von Menschen zwischen Genie und Wahnsinn erzählt, sondern auch ein unglaublich umfangreiches kulturelles und historisches Wissen vermittelt.
Marie-Anne Legault: La traque du Phénix
Roman
Québec Amérique, 2020
344 Seiten
ISBN 978-2-7644-4139-8
27,95 $ / 19,44 €
Ein Zitat:
« – J’ai un cas qui va confondre ta science.
– Tu l’as déjà dit.
– Un gars d’âge mûr, je dirais la cinquantaine avancée.
L’assistante sociale amorce alors le plus improbable des récits mettant en vedette un sans-logis. L’homme qu’on ne connaît ni d’Ève ni d’Adam est apparu pour la première fois pendant l’hiver à l’Accueil Bonneau. » – Marie-Anne Legault: La traque du Phénix, Québec Amérique, S. 18