Dort träumt er noch immer davon, seine Mutter wiederzusehen. Also plant er seinen Ausbruch, und setzt ihn erfolgreich um. Auf der Flucht landet er im belebten Montréaler Stadtzentrum. Inmitten allerlei verschiedener Menschen – Obdachlose, Prostituierte, Touristen – geht er nach einer kurzentschlossenen Verwandlung zum Punk in der Masse unter. Er verbringt seine ereignisreichen Tage auf der Straße, schlägt sich erstaunlicherweise unauffällig durch. Irgendwann lernt er Bébette kennen, stürzt sich in ein amouröses Abenteuer mit ihr, bis er es versaut, und die eigenwillige, ältere Prostituierte Maple, mit der er sich später zusammentut. Die Medien und die Polizei sind ihm allerdings auf den Fersen, und servieren ihm schließlich eine heiße Spur zu seiner Mutter. Er schmiedet einen weiteren, letzten Plan.
Im letzten Band der La bête-Trilogie geht es rasant her. Und der polarisierende Protagonist ist wie schon in La bête à sa mère und in La bête et sa cage sprachgewandt unterwegs und teilt ungefiltert seine Sicht auf alles und jeden, der ihm begegnet, bis zum Schluss. Der eine oder die andere Leserin in Québec, wo die Trilogie sehr erfolgreich war, hätte sich gern noch einen vierten Teil gewünscht, wie mir der Autor in einem Interview mit quélesen berichtet hat, für Goudreault allerdings, ist mit Abattre la bête die Geschichte seines Protagonisten auserzählt.
Roman
Stanké, 2017
240 Seiten
22,95 $
Abattre la bête wurde von JC Sutcliffe für Book*hug ins Englische übersetzt und erschien bei Philippe Rey in Frankreich.
Ein Zitat:
« Tout le monde ralentit à la vue d’un accidenté, mais tout le monde accélère dès qu’il demande de l’aide. Le moyen le plus sûr d’être ignoré, c’est d’avoir besoin des autres. » – David Goudreault: Abattre la bête, Stanké, 2017, S. 55